Heimvolksschule St. Maria

Grund- und Mittelschule Fürstenzell

 

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Schüler fühlen sich wohl in „Gelber Schule“

18muellerGanz im Zeichen des neuen Schulkonzepts „Gelbe Schule“ stand ein Informationsabend an der Heimvolksschule St. Maria, bei dem Rektor Erwin Müller das von ihm und Coach Stefan Schmid auf den Weg gebrachte und an der Grundschule Plattling mit großem Erfolg praktizierte ganzheitlich orientierte Konzept vorstellte und mit Begeisterung und innerer Überzeugung dafür warb. „Da geht es nicht um eine Methode, sondern um eine Haltung“, so der Plattlinger Rektor, „mit der Grundausrichtung, Menschen als Persönlichkeit zu achten und in ihrer Identitätsbildung zu begleiten.“

In seinem Bestreben, an seiner Schule den Blick noch viel verstärkter auf das einzelne Kind zu richten und für jedes Einzelne das Bestmögliche zu erreichen, erinnerte er sich an seine eigene Schulzeit: nicht Methoden, Lernziele oder Sozialformen blieben in Erinnerung, sondern Lehrerpersönlichkeiten. Deshalb müsse die Lehrkraft genauso wie die Eltern eine Verbindung zum Kind aufbauen, die diesem Sicherheit gebe nach dem Motto „Die ganze Person im Blick“.

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Unsere Schule wird GELB

„Churer Modell“ und Modell „Gelbe Schule“ stellen Persönlichkeit von Schülern, Eltern und pädagogischem Personal in den Mittelpunkt

Wer denkt, eine „Gelbe Schule“ verweise auf eine sonnig-freundliche Atmosphäre, die in einem Schulhaus herrscht, wird sicher nicht eines anderen belehrt, doch basiert die Farbwahl gelb auf einem psychologischen Modell des Gehirns, das der Psychologie-Professor Julius Kuhl entworfen hat. Darin unterteilt er das Gehirn in vier Selbststeuerungs-Bereiche, denen er Farben zuordnet. Gelb steht dabei für den Bereich, in dem das Selbst zu Hause ist und man unbewusst Kontakt zu allen persönlichen Lebenserfahrungen hat. Ziel müsse es sein, immer wieder Zugriff auf diesen Bereich zu bekommen, denn hier wachse die Persönlichkeit, weil das Selbst lernt.

Basierend auf diesem psychologischen Ansatz und angelehnt an das „Churer Modell“, in dem durch Binnendifferenzierung eine individuelle Förderung jedes einzelnen Schülers durch Lernaufgaben auf unterschiedlichem Niveau zum gleichen Thema im Mittelpunkt steht, entwickelten Coach und Berater Stefan Schmid und Rektor Erwin Müller an der Grundschule Plattling das Modell „Gelbe Schule“. Neben dem Ziel, so die Ideen des neuen „Lehrplan Plus“ auf diese Weise möglichst effektiv umzusetzen, geht es vor allem darum, die einzelnen Persönlichkeiten aller im Erziehungsprozess beteiligten Personen optimal zu fördern und eine positive Haltung zu entwickeln. Gelb steht dabei für ein Konzept, bei dem alle Beteiligten ganz sie selbst sein dürfen. Dabei soll die Entwicklung der Selbstverantwortung und Eigenständigkeit im Vordergrund stehen. Ziel ist es, die Lernenden auf ihrem Weg möglichst weit zu bringen. „Alle Schüler“, so Rektor Müller, „sollen in der Gelben Schule gleich wertvoll angesehen und als Persönlichkeit geachtet werden. Wenn ein Kind sich geschätzt und sicher fühlt, warum soll es dann verweigern, stören oder gar aggressiv werden?“

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